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  • Spiele für Kleinkinder – gar nicht so einfach…

    Mir persönlich gefällt es sehr, wenn die Familie viel zusammen spielt. Dies aber nicht aus einem übertriebenem Ehrgeiz oder weil es einfach so gut klingt, sondern schlichtweg weil es großen Spaß macht.

    Natürlich habe ich auch überhaupt nichts gegen einen tollen Zeichentrickfilm – ich meinte Animationsfilm – einzuwenden! (Zeichentrickfilm ist sowas von 1980!) Wie auch immer, die Mischung der gemeinsamen Beschäftigungen macht es eben aus.

    Also begab ich mich auf die Suche nach dem geeigneten Brettspiel für meine Tochter. Okay, für Trivial Pursuit ist es wohl doch noch ein wenig zu früh. Deswegen musste ich mich nach einem Gesellschaftsspiel umsehen, bei dem die Anforderungen nicht so hoch waren. Ich entschied mich für “Tempo, kleine Schnecke“. Ganz simples Prinzip: Zwei Würfel mit insgesamt sechs Farben und jeweils eine dazugehörige Schnecke. Wer an der Reihe ist würfelt mit beiden Würfeln und darf die zwei passenden Schnecken jeweils ein Feld vorwärts bewegen.  Die beiden Schnecken die als erste und letzte im Ziel sind, haben gewonnen. Da keinem Mitspieler eine bestimmte Schneckenfarbe zugeordnet wird, gewinnen die Schnecken und nicht ein Spieler. Gerade wenn das Verlieren noch sehr schwer fällt – und das kann ja durchaus auch noch mit 80 der Fall sein – ist dieses Spiel ideal.

    Unsere Tochter liebt es und wir spielen es sehr häufig. Der Kauf lohnt sich also.

    Als nächstes machte ich mich an die Kartenspiele ran. Meine Mutter schlug mir UNO vor – die teurere und spaßigere Variante von Mau Mau. Der Trick hier: Unsere Tochter darf mit aufgedeckten Karten spielen. Natürlich benötigt sie das ein oder andere Mal noch eine Hilfestellung, aber in Summe klappt es sehr gut und von Tag zu Tag wird sie immer abgezockter. Wenn man also die Regeln ein bisschen außer Acht lässt, können hier auch schon Kleinkinder ihre Freude haben. Und selbst, wenn es für ein Kind noch zu früh sein mag, würde ich es trotzdem empfehlen, da es ein Klassiker ist und einfach in jedes Spielregal gehört.

    Als nächstes brachte mein Mann dann eines Abends nach der Arbeit ein Memory von Lauras Stern mit. Über die Motive auf den Karten des Spiels hat sich unsere Tochter wirklich sehr gefreut, da sie ab und zu eine Folge von der gleichnamigen Serie gucken darf. Aber: Die Anforderung bei einem Memory-Spiel scheinen für ein fast dreijähriges Mädchen wohl doch noch zu hoch zu sein. Wir haben es extra nur mit weniger Karten gespielt, trotzdem war es für sie sehr schwierig und sie wurde schnell unkonzentriert. Aber auch kein Problem – wir probieren es einfach zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Mir ist kein Kind bekannt, dass Memory mit zunehmendem Alter nicht beherrscht.

    Seitdem sind noch ein paar weitere Spiele hinzugekommen, auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal eingehe.

    Spielen ist nun aber ein großer Bestandteil unseres gemeinsamen Lebens. Im Vordergrund steht immer der Spaß – das ist ganz wichtig. Und langsam lernt meine Tochter auch das Schummeln. Von mir hat sie das natürlich nicht…