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  • Kastanientiere & Bastelzeit für Laternen – endlich Herbst!

    Ich mochte den Herbst schon immer. Schmuddelwetter, Nieselregen und frühe Dunkelheit erinnern mich an meine Kindheit im hohen Norden, an Bastelnachmittage mit meiner Mutter und meinen Schwestern zauberten wir tolle Kastanientiere – dazu eine Tasse Tee, Kerzen und Kekse, das ist für mich immer noch der Inbegriff von Gemütlichkeit und Geborgenheit. Mag sein, dass ich als Novembergeborene diese Jahreszeit mehr mag, als andere – zumindest wird das von meinem Mann behauptet, der als Sommerkind schon nervös wird, wenn es um 20 Uhr dunkel wird -”Oh nein, jetzt wird schon wieder Herbst”…


    Aber was kann man im Herbst nicht alles Tolles machen? Vom Basteln mit PlayMais habe ich an anderer Stelle schon geschrieben. Jetzt haben wir Berge von Kastanien gesammelt und uns einen Kastanienbohrer zugelegt, um lustige Kastanientiere zu basteln. Zum Glück gibt es nicht mehr ausschliesslich die Handbohrer, die ich aus meiner Kindheit kenne, denn die waren ja doch etwas gefährlich und ich durfte sie lange Zeit nicht allein benutzen – dabei macht das Löcher bohren doch so einen Spaß… Deshalb haben wir einen gekauft, in dem die Kastanie eingeklemmt und durch seitliche Löcher der Bohrer geführt wird – absolut kindersicher. Und die kleinen Kastanientiere sehen wirklich toll aus! Aber es gibt unzählige Möglichkeiten, mit allem, was man in Park und Wald findet zu basteln, wer ein paar Anregungen braucht, dem sei das Buch “Basteln mit Naturmaterialien” von Ursula Buchwald ans Herz gelegt.

    Was war nochmal am 11.11.?

    Das Schönste im Herbst ist und bleibt für mich aber immer noch der St. Martins Umzug. Es war bestimmt 25 Jahre her, dass ich das letzte Mal Laterne laufen war, bis unsere Tochter letztes Jahr in die Kita kam und am 11.11. der St. Martinstag gefeiert wurde – schon Wochen vorher wurden in der Kita die klassischen Lieder geübt, von “St. Martin” über “Ich gehe mit meiner Laterne” und natürlich “Laterne, Laterne” – die Vorfreude war also groß, und nicht nur bei unserer Tochter, sondern ehrlich gesagt auch bei mir.

    Welche Laterne soll es sein?

    Bei uns unbedingt eine selbst gebastelte, denn das Basteln gehört zur Vorbereitung einfach mit dazu – um Anregungen zu bekommen, haben wir uns das Buch “Die schönsten Laternen – Ideen für Jungs und Mädchen” gekauft, mit u. a. folgenden Bastelanleitungen: Rabe, Sterntalermädchen, Blumenfee, Einhorn, Geisterschiff und Cowboy. Alle Modelle sind dank detaillierter Vorlagen und ausführlicher Beschreibungen mit etwas Geduld und Spaß am Basteln zu schaffen. Da meine Tochter möglichst viel mitmachen möchte, werden wir dieses Jahr aber noch keine allzu komplizierte Laterne nehmen Der Klassiker, den ich noch von früher kenne ist in diesem Buch zum Glück ausführlich erklärt : einen Luftballon aufpusten, einkleistern und mit Seidenpapierfetzen bekleben. Nach dem Trocknen den Ballon rausnehmen und nach Herzenslust dekorieren – das ist schon für dreijährige ein großer Spaß…

    Es gibt aber auch schon tolle Bastelsets, zum Beispiel das Laternen – Bastelset von Folia, mit dem man einen Drachen, eine Indianerin oder eine Stadt basteln kann. Allerdings ist hier nichts vorgestanzt und es erfordert schon etwas an Zeit und Lust zum Basteln…

    Wenn es schnell gehen muss…

    Eine schnelle Alternative sind die Laternen, die man bei Jako-o bestellen kann. Es sind vorgestanzte Papiere, die tolle Laternen ergeben, das Basteln ist kinderleicht und die Ergebnisse lassen sich sehen.

    Folgende Motive sind erhältlich:

    Kerze oder elektrischer Laternenstab?

    Die Frage muss sich jeder selbst stellen, ich persönlich finde Kerzenlicht viel schöner. Aber ab welchem Alter kann man Kinder mit einer Kerze in der Laterne losziehen lassen, ohne dass die Laterne nach zwei Minuten Feuer fängt? So wild wie meine Tochter letztes Jahr die Laterne umhergeschwenkt hat, werde ich dieses Jahr wohl nochmal einen elektrischen Laternenstab kaufen – die vom letzten Jahr sind natürlich schon lange hinüber…Zum Glück hatten wir gleich mehrere gekauft, denn der erste ging nach ein paar Minuten nicht mehr – es lohnt sich also, mindestens zwei Stäbe mitzunehmen, sonst gibt es schlimmstenfalls Tränen und enttäuschte Gesichter.